Kirschen: egal ob süß oder sauer – Hauptsache lecker

Kirschen gehören einfach zum Sommer dazu. Nicht umsonst zählen sie zu den beliebtesten Obstsorten in Deutschland. Wer hat als Kind nicht im Garten gesessen und mit Freude Kirschkerne um die Wette gespuckt. Im Rheinland gibt es jährlich sogar eine Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken. Der aktuelle Rekord liegt bei den Männern bei 15,58 m und bei den Frauen bei 11,76 m.

Zu den beliebtesten Sorten gehören Süßkirschen und Sauerkirschen. Erstere schmecken frisch vom Baum besonders gut. Zudem eignen sich Süßkirschen besonders gut für Konfitüre, Kompott und als Kuchenbelag. Sauerkirschen hingegen werden überwiegend eingemacht. Ihr herb-saurer Geschmack wird gerne mit herzhaften Gerichten kombiniert.

Erntereif sind die hellgelben oder roten bis fast schwarzen Früchte von Mitte Juni bis August. Frische Kirschen erkennt man beim Einkauf an grünen und geschmeidigen Stielen. Kirschen ohne Stiel bluten aus und werden schneller faul. Waschen Sie Kirschen erst vor dem Verzehr, sie werden sonst matschig und verderben schneller. Im Kühlschrank aufbewahrt halten sich Kirschen 2-3 Tage. Zudem lassen sie sich problemlos einfrieren, auch mit Stein.

Die kugeligen Kirschen enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C und B-Vitamine, Folsäure, Kalium, Eisen und Zink sowie Kalzium, Phosphor und Magnesium.

Herzkirschen und Knorpelkirschen sind die beliebtesten Süßkirschen und werden hierzulande auf dem Markt und im Supermarkt angeboten. Das gelbliche Fruchtfleisch der Herzkirschen ist weich und saftig-süß. Die dicken und robusteren Knorpelkirschen haben ein saftiges, aber sehr festes, meist weiß-rotes Fruchtfleisch. Geschmacklich sind beide Sorten von zuckersüß bis fruchtig-säuerlich zu haben. Ideal für Marmelade oder würzigen Kirschkuchen aus Italien

Bei den Sauerkirschen stehen die beiden Sorten Morellen und Amarellen hoch im Kurs. Die dunklen Morellen haben ein besonders dunkles Fruchtfleisch und sind besonders saftig und fruchtig im Aroma. Die beliebten Schattenmorellen kennen wir insbesondere von der Schwarzwälder Kirschtorte, aber auch im Rotwein-Kirschkuchen mit Schokostreuseln machen sie eine gute Figur.

Amarellen oder auch Glaskirchen genannt lassen sich besonders gut von den Morellen unterscheiden. Die zart-gelben bis hellroten Kirschen wirken, als wenn man durch sie durch schauen könnte. Auch das feinsäuerliche, helle Fruchtfleisch unterscheidet sich stark von dem der handelsüblichen Kirschsorten.